im Juli 2008
von Celia Fenn


Übersetzung von Elisabeth Müller für Starchild http://www.starchildglobal.com
Es ist nun eine Weile her, dass ich über unser "Kinder in Afrika" - Projekt und die Arbeit der Starchild – Stiftung für Kinder Bericht erstattet habe. Nachdem ich von meiner Südamerikareise zurück gekommen war, begannen wir, mit unserer Kindergruppe an den Themen "Sicherstellung von Nahrungsversorgung" und "Genug für Alle" zu arbeiten. Wir haben außerdem ein Programm angefangen, bei dem wir Nahrungsmittelpakete packen, um jene ärmeren Familien zu unterstützen, die Mühe haben, ihre Familien zu ernähren. Und irgendwo dazwischen haben wir noch ein besonderes Festkonzert anlässlich des "Tages für die Jugend" am 16. Juni finanziell gefördert!
Die Kinder waren interessiert an unserem Unterricht, den wir über Ernährung abhielten, besonders deshalb, weil Nahrungsmittel in Südafrika so teuer geworden sind, wie überall sonst auch. Wir zeigten ihnen, wie die Arbeit in unserem Garten, die Hilfe beim Anbau von Nahrungsmitteln, ihnen hilft, genug zu essen zu haben. Der erste Unterrichtsteil, den wir mit ihnen durchgenommen haben, half ihnen, die Wachstumszyklen zu verstehen, Setzlinge pflanzen, die Setzlinge bewässern und dann die Nahrung zum Essen ernten. Hier ist ein Auszug aus ihrer Arbeit zu diesem Thema:

Die Collage oben wurde im zweiten Unterrichtsteil gemacht, in dem wir die Kinder baten, Fotos aus alten Zeitschriften auszuschneiden und ein Bild von der Nahrung zu gestalten, die ihnen schmeckte. Der Zweck diese Bildes war es, eine sichtbare, bildliche Botschaft zu erschaffen, dass es genug Nahrung für jeden in Afrika geben würde. Wir wollten, dass die Kinder selbst erkennen und glauben, dass es genug für jeden gibt und dass Hunger und Leiden nicht nötig sind.
In Afrika ist es jetzt Winter und hier am Kap ist es nass und kalt. Unsere Winter zeichnen sich durch Regen und Wind und gelegentlichen Schnee in den hochgelegenen Bergen aus. In Zeiten wie diesen fühlen es die armen Menschen am meisten. In unserer Gemeinde in Sun City müssen wir dem Problem HIV/Aids ins Auge sehen. Südafrika hat die höchste Infektionsrate der Welt und in dieser Gemeinde ist es eine tagtägliche Realität, mit der man umgehen muss. Nun, HIV/Aids kann behandelt werden und die Menschen können ein gesundes Leben führen, aber eine der Voraussetzungen dafür ist, dass sie gesund essen und ihr Immunsystem gesund erhalten. Wenn man ohnehin schon arm ist, ist dies nicht einfach. Es gibt eine HIV/Aids - Küche, die in der Gemeinde eine Mahlzeit am Tag anbietet, aber wir haben auch gemerkt, dass diese Menschen in einigen Fällen Mühe hatten, ihre Familien zu ernähren und die grundlegende Gesundheit zu erhalten. So beschlossen Wilma und ich, unser neues Programm zu beginnen, indem wir die Menschen der Gemeinde auswählten, die nach unserem Gefühl am meisten von unserer Hilfe und der Hilfe der Spenden von Starchild profitieren würden.
In unserem ersten Monat stellten wir fünf Nahrungsmittelpakete zusammen, die an fünf Familien geliefert wurden. Von diesen fünf Familien gab es eine, in der eine Frau gerade ihren Mann an Aids verloren hatte, ein andere, die aus einem verheirateten Paar und ihren Kindern besteht; die Eltern haben beide Aids, aber ihre Kinder nicht und in eine weitere der fünf Familien besteht aus einer jungen Mutter mit ihrem Kind; sowohl die Mutter als auch das Kind sind HIV positiv. - Dies ist Natascha mit ihrem Kind Enrico. Das Foto wurde aufgenommen, als Wilma und ich das Nahrungsmittelpaket bei ihr zu Hause abgaben.

Natascha hat Mühe, die beiden Probleme der Armut und des HIV positiv – Status und deren Bedeutung für sie und ihr Kind zu bewältigen. Sie ist niedergeschlagen und fühlt sich dem Leben oft nicht gewachsen. Wilma versucht, sie zu unterstützen und auch das Leben ihres Kindes zu unterstützen. Wir würden gerne im kommenden Jahr eine junge Person in der Gemeinde als einen HIV/AIDS - Berater ausbilden und das Angebot unseres Programms ausdehnen, sodass auch diese Art des emotionalen Beistands geleistet werden kann. Wir hoffen, dass Ihr uns weiterhin helft, indem Ihr unserer Arbeit in dieser Gemeinde unterstützt.
Ich muss sagen, dass dies einer der schwierigsten Teile der Arbeit war, die ich in dieser Gemeinde tätige. Es ist oft sehr schwierig, der harten Realität von Armut und Krankheit gegenüber zu stehen. Die meisten von uns würden lieber nicht dorthin gehen, doch ich habe erfahren, dass die Arbeit mit Starchild und mit den Kindern mich dazu befähigt hat, mein Mitgefühl und meine Liebe für die ganze Menschheit zu vertiefen und gewillt zu sein, die Energie zum Höchsten Wohle aller Menschen hier zu halten. Nur, wenn wir genau hier vor unserer eigenen Tür beginnen, können wir an weltweiten Frieden und weltweites Mitgefühl denken. Die beiden Energien scheinen zusammenzugehören. Wenn man sich vom Mitgefühl für diejenigen in der eigenen Gemeinschaft bewegt fühlen kann, dann wird man wahrscheinlich von diesem gleichen Mitgefühl dazu bewegt werden, das Höchste Wohl für die weltweite Gemeinschaft zu halten und entsprechende Veränderungen durchzuführen. Es ist zur Zeit ein Aspekt dessen, erwacht und bewusst zu sein.
Es war außerdem auch
wirklich harte körperliche Arbeit! Manchmal bekomme ich Emails von Menschen,
die wissen wollen, wie sie "in meine Arbeitssparte hereinkommen können",
weil sie denken, meine Arbeit besteht ausschließlich aus Glanz und
Weltreisen. Gut, manchmal ist es so, und andere Zeiten verbringt man damit, Großeinkäufe
von Großhändlern zu schleppen und tagelang Gemüse zu zerkleinern. Mein
Wohnzimmer sah eine Woche lang wie ein Flüchtlingslager aus, mit Stapeln von
Nahrungsmitteln und am letzten Tag kam ich nicht an den Inhalt meines eigenen
Kühlschranks heran, weil er voll mit Gemüsepäckchen war. Ich musste über
mich selbst lachen, weil ich hungrig wurde und mein eigenes Essen irgendwo
ganz hinten unter dem ganzen anderen Zeug lag! Das Beste daran war, dass
wir etwas von unserem eigenen biologisch angebautem Gemüse in die Gemüsepäckchen
packen konnten, die wir für jede Familie zusammengestellt hatten.
Also.....Ein Grosses Dankeschön an alle, die für das Projekt gespendet haben und dies alles möglich machten! Ihr sendet das Geld.....und ich mache die Arbeit hier mit meinem Team!
Und jetzt einige lustige Bilder von dem Konzert am Tag der Jugend, das wir finanziell gefördert haben.

Die Kinder lieben es, zu tanzen. Dies sind zwei von den Jungs aus unserer Freitagsgruppe. Ich finde es toll, wie sie sich zurecht gemacht haben!

Noch mehr Tänzer.....die
Kostüme sind einfach, aber wirkungsvoll!

Hier spricht Wilma als MC mit einigen der jungen Darsteller!
(Anmerkung der Übersetzerin: "MC" ist die Abkürzung für "Master of Ceremonies", bezeichnet also den Moderator einer Bühnenshow. "MC" ist zudem bei jungen Leuten ein geläufiger Begriff für den Rapper einer Hip Hop–Band, daher Wilmas "Kostüm" – sie sieht darin aus wie ein Rapper)
Also, egal wie kalt es wird und wie hart das Leben hier in Afrika sein kann, wir haben auch Zeit, zu tanzen, zu singen und zu lachen!

So, von uns allen an alle von Euch, die gespendet haben, um dies möglich zu machen, ein ganz großes DANKESCHÖN und eine UMARMUNG in LIEBE!
Wenn Ihr für unser Projekt spenden möchten, klickt bitte auf den Link unten. Ihr könnt in US Dollar, Euro oder Südafrikanischen Rands spenden.
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